FALLSTUDIEN

Die Universität Stuttgart

Stuttgart

Herausforderung

Die Universität Stuttgart ist eine der neun führenden technischen Universitäten Deutschlands (TU 9), sie bietet über 27.000 Studenten und 5.200 Mitarbeitern Platz. Die Universität hatte Bedarf an einer umfassenden Modernisierung ihrer gesamten audiovisuellen Medientechnik in 63 über die Anlage verteilten Hörsälen. Ein Bestandteil der Modernisierung war die Implementierung einer hochwertigen Streaming-Lösung, mithilfe derer es möglich sein sollte, Vorlesungen per Live-Stream in andere Säle der einzelnen Universitätsbereiche zu übertragen. Dank eines neu eingerichteten Videoerfassungsdienstes sollte es den Studenten außerdem möglich sein, Aufzeichnungen ihrer Vorlesungen abzuspielen.

Lösung

Die neueste Crestron-Technologie wurde an der Universität Stuttgart implementiert. Diese erstreckt sich über 63 Hörsäle in der gesamten Stadt. Dank der neuesten IPTV-Technologie können Vorlesungen per Live-Stream an andere Hörsäle innerhalb des Campusnetzwerks übertragen werden, um zusätzliche Sitzplätze zu schaffen. Dank des neu eingerichteten Videoerfassungsdienstes können die Studenten sogar Aufzeichnungen ihrer Vorlesungen abspielen.


Wireworx begann mit der Planung der Implementierungsstrategie, der Anfertigung von CAD-Zeichnungen sowie der Bestimmung und Bestellung der für die Lösung erforderlichen AV-Technik. Derweil war CANCOM für das gesamte Projektmanagement verantwortlich, dafür, sämtliche Hardware zu bestimmen und zu programmieren, Geräte miteinander zu verbinden und die reibungslose Funktion der spezifizierten AV-Technik sowie einen robusten IT- und Cloud-basierten Service sicherzustellen.

Wireworx identifizierte Crestron-Technologie als die ideale Lösung für das zentrale Steuerungssystem. Das 3-Series®
4K-DigitalMedia™-Präsentationssystem von Crestron und die Überwachungs- und Managementsoftware Crestron Fusion sollten das aktuelle System der Universität um intelligente Funktionen erweitern und die Einrichtung in ein noch leistungsstärkeres Unternehmen verwandeln.

Außerdem wurden die beiden Unternehmen damit beauftragt, den Bedarf der Universität an einem modernen Datenmanagement-Netzwerk zu erfüllen, über das Vorlesungsinhalte zwischen verschiedenen Räumen auf dem Campus übertragen werden und Studenten aufgezeichnete Vorlesungen von überall auf
der Welt direkt auf ihrem Smart-Gerät oder Computer abspielen können.

„Unser Unternehmen ist bei dem Projekt für die allgemeine Planung zuständig, d. h., wir tragen die Verantwortung für Konzept, Planung, Projektmanagement und Bestellung aller relevanten Technik für das gesamte Universitätsgelände“, so Jürgen Kössinger, Wireworx. „Aufgrund der erforderlichen Anzahl an Systemen war für uns klar, dass der Hersteller, auf den wir uns für ein robustes und qualitativ hochwertiges System verlassen können, Crestron ist. Wir haben die DigitalMedia- und Fusion-Systeme von Crestron in der Vergangenheit für andere Projekte installiert, und die Reaktion war stets äußerst positiv. Daher wussten wir, dass diese Technologie funktionieren würde, und zwar äußerst gut, auch in Anbetracht des hier erforderlichen großen Umfangs.“

Die Fusion-Technologie von Crestron ermöglicht ein Remote-Helpdesk, globales Gerätemanagement sowie Datenerfassung und Berichterstattung. Seite an Seite mit der Videomanagement-Plattform Opencast2 und in Verbindung mit
der Lernplattform ILIAS sind Studenten jetzt in der Lage, aufgezeichnete Vorlesungen direkt auf ihren Smart-Geräten abzuspielen. Darüber hinaus können Vorlesungen per Live-Stream an andere Hörsäle innerhalb der einzelnen Universitätsbereiche übertragen werden, um zusätzliche Sitzplätze für Studenten zu schaffen.

Gemäß der Planung von Wireworx sollten die Steuerungssysteme von Crestron unmittelbar mit dem vorhandenen System der Universität zur Aufzeichnung von Vorlesungen zusammenarbeiten. Dieses nutzt „Opencast Matterhorn“ als Videoserver, während der universitätseigene Capture Agent „TIKCA“ eingehende Videostreams aufzeichnet. Von daher sind alle abgeschlossenen Aufzeichnungen nun auf ILIAS, einer E-Learning-Plattform für die Studenten der Universität, verfügbar.

Das modernisierte System ermöglicht Multicast-Videostreams von den Hörsälen direkt an die Capture Agents, wodurch die Notwendigkeit von Videokabeln entfällt. Mithilfe der neuen Hardware werden Videoinhalte auf zweierlei Wegen innerhalb der Universität übertragen: erstens an die Capture Agents für die Aufzeichnung von Inhalten zur späteren Wiedergabe und zweitens per Live-Stream direkt an andere Hörsäle. Dadurch kann die Universität Vorlesungen mit einer hohen Zahl von Zuhörern jederzeit auf zwei Hörsäle verteilen.

Zusätzlich zur Ermöglichung von Multi-Streaming und der Erfassung von Inhalten wurde ein zentrales Kontrollzentrum für vollständigen Medienzugriff errichtet. Wireworx und die Universität Stuttgart entwickelten ein Konzept zur Einrichtung verschiedener VLANs, was bedeutet, dass alle Geräte zu ihrem eigenen Netzwerk gehören und folglich auf allen Campus zugänglich sind.

Das DMPS-Steuerungssystem von Crestron wurde neben DigitalMedia-Sendern und -Empfängern zur einfachen Verbindung von Projektoren und anderen Geräten in alle Hörsäle integriert. Mithilfe von HDBT-Technologie können Elektriker und andere Handwerker jetzt Kabel in jeden Hörsaal ziehen und sie entweder zum Senden von DM-Signalen von einem Gerät zum anderen oder als Standard-LAN-Kabel für die Netzwerkverbindung verwenden.

Die Universität stellte Wireworx und CANCOM einen VPN-Server zur Verfügung, um den Remote-Support für sämtliche Medientechnik und Crestron-Systeme zu ermöglichen. Dank der Möglichkeit der Fernüberwachung und -justierung spart die Universität wertvolle Zeit und Ressourcen.

„Die Crestron-Technologie hat sich sowohl für Mitarbeiter als auch für Studenten als vorteilhaft erwiesen, aber auch uns erleichtert sie das Leben beträchtlich“, so Stefan Renz, CANCOM. „Fällt beispielsweise ein Beamer in einem Hörsaal aus, kann das Problem ortsunabhängig behoben werden. Infolgedessen können wir technische Probleme von überall auf der Welt ohne zeitliche Verzögerung klären. Sowohl CANCOM als auch die Universität sparen so wertvolle Zeit. Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass das Ergebnis der umfassenden Modernisierung der Medieninfrastruktur durch Crestron der Universität Stuttgart zur Positionierung als eine der fortschrittlichsten Universitäten in Europa verhelfen wird.“

„Als führende Forschungsuniversität haben wir den Anspruch, nicht nur in der Lehre, sondern auch im Hinblick auf das Gesamtumfeld und die Lernbedingungen für unsere Studenten außergewöhnlich zu sein“, erklärt Beatrix Kopahnke, Architektin an der Universität Stuttgart. „Ein äußerst wichtiger Bestandteil dieses Projekts ist die Modernisierung und Optimierierung der AV-Medientechnik. Die Erneuerung musste den aktuellsten Entwicklungen und höchsten technischen Standards gerecht werden. Dieses Ziel wurde zweifellos erreicht, insbesondere in Bezug auf die Einrichtung eines zentralen Kontrollraums, welcher ein obligatorischer Bestandteil dieses Projekts war.“

Das umfangreiche und eindrucksvolle Projekt, welches das Know-how von CANCOM und Wireworx miteinander verband, um die neueste Crestron-Technologie für das Bildungswesen zu implementieren, wurde im Rahmen der Crestron Integration Awards 2017 als „Best Education Project“ (Bestes Bildungsprojekt) ausgezeichnet. Die Jury zeigte sich nicht nur von der Raffinesse, sondern auch vom schieren Umfang des Projekts beeindruckt.

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